SunaArt Gallery Basel
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Serdal Suna

Schweiz

Serdal Suna portrait
Serdal Suna artist mark

Artist Statement

Im Atelier gibt es diesen einen Moment: Ich halte inne, höre zu statt zu führen und lausche dem Bild, bis sich zeigt, ob und was es noch braucht. Die Entscheidung reift dabei im Zusammenspiel von Intuition und Reflexion. Wahrnehmung, Erlebtes und Empfindung verdichten sich zu jener Gewissheit, in der sich die Antwort zeigt.

Stimmigkeit ist für mich der Zustand, in dem ein Bild angekommen ist. Auf dem Weg vom Werden zum Sein eines Bildes bleibt sie eine fortwährende Frage – und wird am Ende zur Antwort. Sie ist weder Harmonie im herkömmlichen Sinn noch klassische Perfektion. Stimmigkeit kann im formal Nachvollziehbaren liegen, im Gefühl, im Gedanken oder in etwas, das ich zunächst nur intuitiv erfasse. So kann auch vermeintlich Unstimmiges eine eigene Stimmigkeit tragen und Schönheit im Harmonischen liegen, ebenso wie im Brüchigen, Irritierenden oder Morbiden. Nicht jede Irritation ist ein Fehler. Manchmal ist sie der Moment, in dem ein Bild beginnt, ein Eigenleben zu entwickeln.

Schönheit lässt sich für mich nicht allgemeingültig bestimmen – und dennoch glaube ich nicht, dass sie beliebig ist. Im Türkischen wird auf ein Kompliment gerne mit „O senin güzelliğin“ – „Das ist deine Schönheit“ geantwortet. Darin liegt für mich ein tieferer Gedanke: Schönheit allein genügt nicht – sie braucht auch einen Blick, in dem sie gedeihen kann

Vielleicht betrachten wir deshalb ein Kunstwerk nie nur von aussen: In dem, was wir darin sehen, wird mitunter auch etwas von uns selbst sichtbar.

Das Bild ist fertig gemalt. Was es auslöst, beginnt erst.

Biografie

Serdal Suna (1975) lebt und arbeitet in Basel.

Nach einer Post-Covid-Erkrankung wandte er sich intensiv der Malerei zu. Aus einem zunächst intuitiven Zugang entwickelte sich eine eigenständige künstlerische Praxis, die er seither kontinuierlich vertieft.

Seine frühen Arbeiten waren von intensiven Farben, starken Kontrasten und expressiver Bewegung geprägt. Mit der Zeit erweiterte sich seine Bildsprache um ruhigere, reduzierte und minimalistische Arbeiten. Heute umfasst sein Werk eine grosse Bandbreite zwischen expressiver Verdichtung und bewusster Reduktion.

Ausgangspunkt seiner Arbeiten ist vorwiegend Acryl auf Leinwand, das er durch weitere Materialien und unterschiedliche Werkzeuge ergänzt. Seine Arbeitsweise reicht von klar angelegten Bildideen bis zu Werken, die sich unmittelbar im Malprozess entwickeln.