Leben im ewigen Eis setzt sich mit Zeit, Erinnerung und den Spuren auseinander, die das Leben über Jahrtausende im Eis hinterlässt. Das Werk besteht aus sechs übereinanderliegenden Farbschichten. Jede Ebene steht sinnbildlich für eine eigene Epoche – einen Abschnitt der Erdgeschichte, in dem Klima, Leben und Vergänglichkeit ihre Spuren eingeschrieben haben.
Die unterschiedlichen Blau-, Türkis- und Weissnuancen erinnern an Gletscher, gefrorenes Wasser und die vielschichtigen Tiefen des Eises. Jede Farbschicht besitzt ihre eigene Identität und fügt sich dennoch zu einem harmonischen Ganzen zusammen. So entsteht ein Bild, das Ruhe ausstrahlt und gleichzeitig die Komplexität geologischer Zeiträume sichtbar macht.
Durch die Kombination verschiedener Auftragstechniken entwickelt die Oberfläche eine vielschichtige Struktur. Verdichtete Bereiche wechseln sich mit offenliegenden Ebenen ab und lassen Assoziationen an Eisbohrkerne, eingeschlossene Luftblasen oder uralte Sedimente entstehen. Frühere Farbschichten bleiben stellenweise sichtbar und machen den Entstehungsprozess selbst zu einem Teil der Bildaussage.
Leben im ewigen Eis versteht das Eis als stilles Gedächtnis der Erde – als einen Ort, an dem vergangene Zeitalter bewahrt werden. Das Werk lädt dazu ein, die Schönheit dieser verborgenen Archive wahrzunehmen und darüber nachzudenken, wie eng Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verbunden sind.
- Jahr
- 2025
- Land
- Basel, Schweiz
- Masse
- 50 × 70 × 1.5 cm
- Material
- Acryl auf Leinwand
- Ausrichtung
- Hochformat
- Zertifikat
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