Urbane Schichten versteht die Stadt nicht als Ansammlung von Gebäuden, sondern als vielschichtigen Organismus. Jede Farbebene steht für unterschiedliche Räume, Erinnerungen und Lebenswelten, die gleichzeitig existieren und sich gegenseitig beeinflussen.
Im unteren Bereich verdichten sich Blau- und Rosatöne zu einer verborgenen, fast unterirdischen Stadt. Darüber entfalten sich violette Schichten, die das sichtbare Leben an der Oberfläche andeuten. Beide Ebenen sind voneinander getrennt und zugleich untrennbar miteinander verbunden. Wie in einer echten Stadt entstehen Grenzen und Übergänge, Begegnungen und Distanz.
Durch den wiederholten Auftrag und das teilweise Abtragen der Farbe entstehen Tiefenräume, in denen frühere Entscheidungen sichtbar bleiben. Nichts verschwindet vollständig – jede Schicht trägt die Erinnerung an die vorherige in sich. Die kräftige Spachtelstruktur verleiht dem Werk eine physische Präsenz und macht den Entstehungsprozess selbst zum Bestandteil der Bildsprache.
Urbane Schichten erzählt von dem, was eine Stadt im Innersten ausmacht: dem Zusammenleben vieler Menschen, Geschichten und Erfahrungen, die sich überlagern, ohne ihre eigene Identität zu verlieren. Das Werk lädt dazu ein, hinter die sichtbare Oberfläche zu blicken und die verborgenen Ebenen wahrzunehmen, auf denen das urbane Leben aufbaut.
- Jahr
- 2025
- Land
- Basel
- Masse
- 100 × 100 × 4 cm
- Material
- Acryl auf Leinwand
- Ausrichtung
- Quadratisch
- Zertifikat
- ja
Techniken
Spachtel-Mischtechnik
Hauptfarben
ViolettRoséBlau
Schlagwörter
Urbane SchichtenStadtFarbschichtenBlauRoséViolettSpachtel-Mischtechnikabstrakte Kunst